Eine Stunde pietätvollen Gedenkens und frohen Neubeginns hat uns heute hier in der Kunst- und Wunderkammer der Secession Wichtelgasse vereint. Am 20. Juni 2004 hat Magister Magister Johann Neumeister die Räumlichkeiten In der Wichtelgasse 12 als juristische Person errichtet. Ich begrüße Sie alle herzlich, die Sie gekommen sind, um der ersten Jahresabschlussveranstalltung, die in der Folge nun alle zwei Jahre stattfinden soll, beizuwohnen.
Unser ehrfurchtsvoller Gruß gilt vor allem seiner bezaubernden Freundin und Präsidentin der Secession, unserer verehrten (..................schaut auf den Zettel............)
Frl. Magistra Kerstin von Gabain
Wenn ich aus der hohen Corona hier namentlich noch eine Begrüßung vornehme, so ist dies unser Schriftführer Armin B. Wagner. (..................Zeigt in die falsche Richtung..
und Herr Magister: Albert Mayr...... (........sucht mit dem Arm..... zur seite:
Wie sah denn der nochmal aus?
Naja....
Er ist für uns heute als der Jahrzehnte lange Wegbegleiter seiner Magistranz, ja als sein „alter ego“ als Mitbegründer, die lebendige Reliquie und der „gute Geist“ hinter dieser Institution.
In knappen Worten seien Sinn und Zweck dieses Kunstfonds kurz umrissen. Das Thema Ästhetik und Kunst ist wissenschaftlich seit geraumer Zeit verschüttet.
Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind vielfältig und schwierig.
Die christliche Bildgeschichte ist abgelaufen, nicht nur, dass Inhalte archaischer Bildgestalltung weithin unbekannt geworden sind, auch Botschaften von Heil und Sein sind heute nichteinmal mehr philosophisch besetzt.
Die Räumlichkeiten der Neugegründeten Secession setzen Hier an. Bieten uns einen wiederentdeckten Freiraum Urbane Kultur - in einem Bezirk, der als Multikultureller Spelraum längst abgeschrieben war. Soho Ottakring.
Und es funktioniert schon lange nicht mehr, wenn wir glauben, wir könnten Differenzen im Gespräch beseitigen. Oder eine auf Vertrauen aufgebaute Beziehung von unbeteiligten sondieren zu lassen: Deine Eltern .... ???
(...........stockt......... grübel............................)
(................sondiert den Text..............................))
(..............zu sich selbst.......leise........................)
Wie kommt denn der Mist hier rein...?
Ah Ja....
…………Raum ist immer angereichert mit Geschichte, mit Mentalität und psychischem Empfinden. Früher waren es vornehmlich die Gemälde der alten Meister, die diesem Phänomen Kontinuität gaben. Heute sind es mehr die Räume der Museen, und die des Geistes, in denen die Menschen solche Form gewordene Sinnzusammenhänge suchen. Und Das bietet uns die Secession!
Ein Raum, wo Kunst noch als Handwerk und Hobby verstanden wird.
Eine Werkstatt.
Auch ein Raum, wo Kunst wieder gemacht werden darf... wo Kunst lebendig ist...
Nicht nur Aufzeigt, Signalisiert, Analysiert, klassifiziert., und Freiheiten findet.... mehr noch: Sucht! .... äh.... sucht.
Ein Autonomer Raum der auch Selbstinitiative! - Da, wo es sonst Mangelt an Kulturgut und kreativer Entfaltung: Im 16. Wiener Gemeindebezirk!
Der Bezirk, der sonst sinnbildlich Steht für die gewissenhlose Verpachtung der Kultur an einen Brauereikonzern. Einem Bezirk in einer Stadt, - einer Weltstadt wohlgemerkt! - wo man ja Angst haben muss, gleich mit Berufsverbot geahndet zu werden, wenn man sich mal im Ton vergreift oder verschreibt... oder gleich erstochen zu werden.
Auch dafür wollen wir dem Vorstand heute Danken.
Wege in die Zukunft wird es also nur mehr geben, wenn der Autonomieanspruch der Kunst respektiert und beide, Kunst und Wissenschaft, auf gleicher Augenhöhe miteinander im Gespräch bleiben.
So wenig die Geisteswissenschaftlichen und Asthetischen Dissziplien in einer spezifischen Kultur aufgehen oder gar untergehen dürfen, so sehr muss sich doch aller Glaube in einem kulturellen Kontext verwirklichen.
Es War überhaupt nie meine Absicht, und ich hätte ganz anders gehandelt, wenn ich eine Vorstellung gehabt hätte, wie weh ich ... dir ..tue...???
Welcher Treottel hat denn diesen Text abgetippt? Teufel noch mal!
.....
Die schönen Künste sind eben chemisch rein nirgendwo zu haben.
So erhalten Geheimnisse wieder Gestalt. So beginnt man wieder die These von Matthias Götzelmann zu begreifen, der sagt, auf eine anthropologische Erfassung der Kunst dürfen wir nur hoffen, wenn wir der Abhängigkeit des Menschen vom Seienden Rechnung tragen.
Wie wir heute sehen können: Es fehlt in der gegenwärtigen Kunstszene durchaus nicht an solchen Zeichen der Abhängigkeit vom Seienden, an Spuren des Transzendenten, an spirituellen Horizonten...
Die Weiterführung örtlicher und geschichtlicher Gegebenheiten, das Erfinden und Erzählen neuer abgeleiteter Zusammenhänge, die hierdurch auch durchaus real erscheinende Umkehrung von Innen- und Außenraum, von Unterwelt und Oberwelt, von Zugängen durch den Untergrund oder der Rückseite, von labyrinthischen Wegen durch Räume, die Bezugsetzung der Menschen zu Raum und Zeit, sowie ihre intensive Erfahrung veränderter Wirklichkeiten und Atmosphären sie alle lassen neue Räume mit neuen Horizonten entstehen.
Es ist dies die Leistung der Neugegründeten Secession Wichtelgasse, für dieses Reich des Phantastischen eine visuelle Sprache gefunden zu haben.
Allen, die sich Mühe gegeben haben, diesen heutigen Tag vorzubereiten, sei herzlich gedankt: dem Kuratorium, den bereits erwähnten Mitgliedern des Vorstandes, ...unseren lieben Gästen!
Aber vor allem unserer umsichtigen Geschäftsführerin Frau Magister Julia Seier, der in herausragender Weise der Löwenanteil in dieser Stunde zukommt.
Danke